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Foto: Tim Schülingkamp

Ludger Triphaus bleibt Präsident des 1. FC Bocholt

Ludger Triphaus bleibt Präsident des 1. FC Bocholt. Der 68-Jährige wurde bei einer sehr harmonischen Jahreshauptversammlung des Vereins am Sonntag einstimmig wiedergewählt. Auch Vize-Präsident Wolfgang Jansen sowie die Beisitzer Ulrich Hackfort, Jürgen Lütfrink, Benjamin Kappelhoff, Alfred Löffler und Lothar Petzold wurden ohne Gegenstimmen oder Enthaltung für zwei weitere Jahre in Ihren Ämtern bestätigt. Petzold wurde von den 42 anwesenden Mitgliedern auf Vorschlag des Ehrenrates zudem als erstes Ehrenmitglied des Vereins gewählt.

Der FCB hatte bisher nur einen Ehrenpräsidenten - und zwar Friedel „Tito“ Elting, der vor zehn Jahren gestorben ist. Auch wurde Bernhard „Bernie“ Hegmann gedacht. Der Ex-Vorsitzende, als der 1. FC seine Blütezeit hatte, war vor wenigen Tagen gestorben.

„Lothar Petzold und auch Wolfgang Jansen ist es zu verdanken, dass der 1. FC überhaupt noch existiert. Wir haben nur wenige Zentimeter vor dem Abgrund gestanden“, so Triphaus. Petzold regte an, auch Jansen im nächsten Jahr zu ehren.

Petzold zeigte sich sehr gerührt. Seit 15 Jahren sei er Sponsor und kündigt an, auch in den nächsten fünf Jahren Trikotsponsor des Bocholter Oberligisten zu sein. Dafür gab es tosenden Applaus.

Der Präsident erklärte: „Der Verein hat sich nach vorne entwickelt: Strukturell, sportlich und finanziell. Die Kunst ist es, den Verein sportlich weiterzuentwickeln und finanziell zu gesunden. Dieser Spagat gelingt uns gut."

Verein baut weiter Schulden ab

Dieses Statement unterfütterte auch David Fahrland. Der Vizepräsident berichtete nämlich, dass der Hünting-Klub seine Entschuldung weiter vorantreibt. Die Altlasten wurden im Vorjahr von rund 100.000 Euro auf circa 66.500 Euro gedrückt. „In zwei Jahren wollen wir auf null und schuldenfrei sein“, so Fahrland.

Ludger Triphaus erklärte, dass der Verein noch in diesem Jahr den Bauantrag für eine neue Tribüne einreichen würde, die zugleich auch auf den Bildschirmen im Clubheim visualisiert wurde. 384 überdachte Sitz- und 159 Stehplätze bietet diese, ebenso wie Sprecherkabine und VIP-Bereich. „Die Tribüne wird kommen, aber wir müssen uns noch ein wenig gedulden“, so Triphaus. Das selbsterklärte Ziel sei eine Realisierung zur neuen Saison 2019/2020. Auch der Anbau eines neuen Umkleidetraktes mit vier Kabinen und zwei Großduschen sowie Schiedsrichterkabine und WCs soll im kommenden Jahr umgesetzt werden. Hierzu berichtete Jürgen Lütfrink über die noch zu nehmenden Hürden, vor allem die Notwendigkeit von Eigenleistungen, auch wenn der Bauantrag mittlerweile vorliege.

Manuel Jara berichtete für die 1. Mannschaft von der Zielsetzung seiner Elf, in der laufenden Saison noch das Maximum herauszuholen und bekräftigte den Anspruch des Vereins, „irgendwann mit Hochkarätern wie Wuppertal oder Essen in einer Liga zu spielen“, wozu der 1. FC Bocholt (aktuell) in die Regionalliga aufsteigen müsste. Maik Bollwerk erläuterte die aktuelle Situation der 2. und 3. Mannschaft des Vereins. Nach dem Abstieg im Sommer und einem katastrophalen Saisonstart in der Kreisliga A hat sich das Team des FC II mittlerweile deutlich gefangen und belegt Platz 5 - mit theoretischer Chance, noch Platz 2 zu erringen, der am Ende der Saison vermutlich zum Wiederaufstieg berechtigen würde. Spätestens in der nächsten Saison solle dieser dann aber wieder das erklärte Ziel sein, so Bollwerk. Benjamin Kappelhoff, der als Stellvertretender Jugendleiter Mike Elting vertrat, berichtete über die Entwicklungen in der Jugendabteilung. Demnach hätte der FCB ein fast perfektes Jahr 2018 erlebt, das von drei Niederrheinliga-Aufstiegen geprägt gewesen sei, so dass die derzeitige Situation in der Nachwuchsarbeit so gut sei wie seit vielen Jahren nicht.

Einen tollen Antrag gab es auch noch aus der Versammlung: Die Einwegbecher sollen abgeschafft und Pfandbecher sollen eingeführt werden, die mit Werbung und/oder mit dem Konterfei der Spieler bedruckt werden könnten. Wiederverwertbare Materialen beim Verkauf der Speisen sollen künftig benutzt werden. Das könne vermutlich aber erst zur nächsten Saison gelingen, so Triphaus. Künftig will der 1. FC auch wieder Einlaufkinder aus der eigenen Jugendabteilung haben. Die Trikots werde er sponsern, so Petzold.