zurück zur Übersicht
Manuel Jara ist seit 2013 Chefcoach der Schwatten. Foto: Stefan Schniedertöns

"Wäre ein Schandfleck gewesen"

Die Geschichte des Oberliga-Spiels zwischen dem 1. FC Bocholt und der SpVg Schonnebeck hat am gestrigen Sonntag noch eine weitere Geschichte geschrieben. Manuel Jara bat dafür bei den Gästen nach dem Spiel um Entschuldigung.

Es war eine der letzten Szenen des Spiels: Weit in der Hälfte der Schwatten lag der Kapitän der SpVg Schonnebeck am Boden. Marc Beckert hatte den Ball und wollte gerade den nächsten Angriff starten, als er aufgrund dessen den Ball ins Seitenaus schoss. Als das Spiel nun weitergehen sollte, wollten die Schonnebecker einwerfen und den Ball anschließend zurück zum FCB spielen. Doch Nick Buijl ging direkt dazwischen, eroberte den Ball im letzten Drittel und lief auf das Tor zu. Dann merkte er allerdings, dass diese Aktion nicht fair ist. 

Er wollte schon abbrechen, ehe Jara ihn aufforderte weiterzuspielen. Letztendlich zog Buijl aber nicht durch, sondern spielte noch einmal ab, sodass der Siegtreffer letztendlich ausblieb. "Ich darf da einfach nicht fordern, dass er das Ding reinmacht. Da sind die Gäule mit mir durchgegangen. Das Team war vernünftiger als der Trainer. Zum Glück ist der Ball nicht reingegangen, sonst hätten wir mit einem Schandfleck leben müssen", sagte Manuel Jara nach dem Spiel auf der Pressekonferenz. Und ergänzte: "Ich möchte mich in aller Form beim gegnerischen Trainerteam und der SpVg Schonnebeck entschuldigen."

Sein Gegenüber Dirk Tönnies, der unter der Woche seinen Vertrag in Schonnebeck um eine weitere Saison verlängerte, antwortete: "Sie ist angekommen. Das finde ich groß. Ich denke, man muss auch mal Verständnis für einen emotionalen Trainer haben." Insgesamt empfanden beide Trainer das Remis als gerechtes Ergebnis.