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Foto: Monika Gajdzik

"Haben unsere Zuschauer vergrault"

Familienvater, selbstständig und Fußballer: Philipp Meißner gehört nicht nur zu den Leadern im Kader des 1. FC Bocholt, sondern arbeitet auch abseits des Fußballplatzes an seinem Erfolg. Wir haben uns mit dem 28-Jährigen getroffen.

AM BALL: Philipp, wie gehts dir? Deine Teamkamaraden nennen dich „Pipo“, woher kommt eigentlich der Spitzname?
Philipp Meißner: „Mir gehts sehr gut. Ich bin froh, dass ich diese Saison ohne Verletzung überstanden habe, da ich die letzten Jahre immer wieder mal verletzt war und dann der Mannschaft nicht helfen konnte. Der Name „Pipo“ kommt aus meiner Zeit bei Bayer Leverkusen. Mein damaliger Trainer, der jetzt dort Mannschaftsarzt ist, hatte mich damals immer mit Pipo Inzaghi verglichen, weil ich zu der Zeit noch sehr treffsicher war und ein Schlitzohr vor dem Tor. Wie man in den letzten Spielen gesehen hat, ist das etwas abhanden gekommen (lacht).“

AM BALL: Die Saison 2018/2019 ist nun vorbei. Wie fällt dein Saisonfazit aus?
Philipp Meißner: „Ich glaube keiner hatte damit gerechnet, dass vorne eine Mannschaft so stark vorweg marschiert wie der VfB Homberg. Wir haben natürlich auch gehofft, dass wir länger oben mitspielen. Dazu kamen einige Probleme die wir zwischenzeitlich hatten, die wir einfach nich kompensieren konnten. Wir hatten zwar nicht allzu viele Verletzungssorgen, aber mit Maurice Schumacher ist einer der wichtigsten Bestandteile weggebrochen. Ich will den beiden anderen garnicht zu Nahe treten, aber Schumi war mit seiner Erfahrung und Ausstrahlung ein wichtiger Faktor für unsere Mannschaft. Immerhin konnten Joel und Jonas so weitere Erfahrungen sammeln und haben sich ja auch entwickelt. Dazu kommen kleinere Probleme in der Offensive. Wir haben mit André Bugla einen Spieler, der gefühlt jede Saison 20 Buden macht, dann kommt aber lange nichts. In der kommenden Saison wollen wir daran arbeiten.“

AM BALL: In der vergangenen Saison habt ihr noch lange um den Klassenerhalt zittern müssen, diese Saison habt ihr euch konstant oben festgesetzt. War diese Saison dann ein Fortschritt?
Philipp Meißner: „Definitiv. Man muss bedenken, dass wir in der Vorsaison zu Beginn viele Punkte haben liegen lassen. In dieser Saison sind wir mit vier Siegen aus fünf Spielen gestartet. Da nimmt man natürlich einiges an Rückenwind mit. Der Saisonstart ist meiner Meinung nach der wichtigste Punkt einer Saison. Mit der Rückrunde sind wir aber natürlich nicht zufrieden. Wenn man nur die Rückrundentabelle sieht, sind wir extrem abgestürzt. Ohne die starke Hinrunde hätte man sonst vermutlich wieder um den Klassenerhalt spielen müssen.“

AM BALL: Gerade zum Schluss habt ihr viele Punkte liegen lassen…
Philipp Meißner: „Ja, wir konnten es einfach nicht ausblenden, wie Homberg da vorne wegmarschiert ist. Da hat es uns an der nötigen Einstellung gefehlt. Und das ist auch schade, denn dadurch haben wir unsere Zuschauer vergrault. Wir hoffen, diese in der Vorbereitung wieder zurück zu gewinnen, damit pünktlich zum Saisonstart alle wieder da sind.“

Das gesamte Interview mit Philipp Meißner gibt es in der aktuellsten Ausgabe der AM BALL. Diese wird im laufe der Woche an alle Vereinsmitglieder verschickt.