Oberliga

- Montag, 16.04.2018 13:04 Uhr | Lesedauer: 2 Minuten

Punkteteilung gegen Homberg

Wenn der 1. FC Bocholt in dieser Saison in einigen Spielen seine Torchancen besser genutzt hätte, würde er in der Tabelle der Fußball-Oberliga weitaus höher stehen als auf dem elften Platz. Wie schon bei der 1:2-Niederlage bei der Spvg. Schonnebeck ließ die Elf von Trainer Manuel Jara gestern gegen den bis dato Tabellenvierten VfB Homberg einige Hochkaräter aus, sodass es unter Strich nur zu einem 1:1 (1:1) reichte. Dennoch war Jara nach der Partie nicht ganz unzufrieden. „Zumindest haben wir uns nicht noch ein Tor reinkegeln lassen, sodass wir diesmal nicht mit völlig leeren Händen da stehen. Klar wären aber auch drei Punkte drin gewesen“, sagte der Coach. Deutlicher wurde sein Gegenüber Stefan Janßen. „Wenn wir ehrlich sind, hätte das Spiel zur Pause zugunsten des 1. FC Bocholt entschieden sein müssen. Ich habe mindestens vier hundertprozentige Chancen für den 1. FC Bocholt gezählt“, sagte der VfB-Trainer.

Allen voran Dominik Göbel hätte den 1. FC Bocholt in Führung schießen müssen. Doch als er in der 13. Minute alleine vor VfB-Keeper Philipp Gutkowski auftauchte, schoss er den Torwart an. Vier Zeigerumdrehungen später drosch er den Ball über das Tor, ehe er in der 38. Minute erneut an Gutkowski scheiterte. Zwischendurch hatte André Bugla den Torhüter geprüft (30.). Der VfB Homberg hatte dem nur eine gute Möglichkeit von Ferdi Acar entgegenzusetzen (42.).

In der 44. Minute belohnte sich der 1. FC Bocholt dann, als Justin Bock nach Flanke von Marc Beckert den Ball auf Niklas Möllmann weiterleitete, der ihn im Tor unterbrachte. „Das 0:1 war völlig verdient. Aus dem Nichts haben wir dann aber das 1:1 erzielt“, sagte Janßen. Patrick Nemec leistete sich ein unnötiges Foul. Nach dem Freistoß traf Bugla unbedrängt ins eigene Netz (44.). „Ich habe gedacht, jemand ist direkt hinter mir, weil auch niemand etwas gesagt hat. Das war mein erstes Eigentor“, sagte Bugla.

Unmittelbar nach der Pause hatte Möllmann das 2:1 auf dem Fuß, Homberg aber auch einen Elfmeter bekommen können, als Len Heinson bei einer Rettungsaktion in höchster Not der Ball an den Arm sprang. Danach verflachte die Partie zusehends, auch weil der VfB nun sicherer in der Defensive stand. Heinson (65.) und Möllmann (66.) hatten noch einmal eine Chance, auf der anderen Seite verpasste Julien Rybacki die Führung in der 69. Minute knapp. Als Gutkowski in der Schlussminute Buglas Schuss parierte, stand das 1:1-Remis fest. „Unterm Strich müssen wir uns bei unserem Torwart bedanken, dass wir mit einem Punkt nach Hause fahren“, sagte Janßen.

(Björn Brinkmann, Bocholter-Borkener Volksblatt vom 16.04.2018)