Niederrheinpokal

- Dienstag, 28.07.2020 07:07 Uhr | Lesedauer: 1 Minuten

Fans des 1. FC haben Priorität

1. FC Bocholt bemüht sich um möglichst viele Gäste-Tickets

Am 18. August muss der 1. FC Bocholt im Niederrheinpokal-Halbfinale beim 1. FC Kleve ran, bei dem es um den Einzug ins Endspiel und eine mögliche Teilnahme am DFB-Pokal geht. Aufgrund der in NRW geltenden Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, die der 1. FC Bocholt aus Überzeugung unterstützt, sind lediglich 300 Zuschauer bei Sportveranstaltungen erlaubt.

Nach derzeitigem Stand möchte der Heimverein den Bocholtern lediglich 60 Gäste-Tickets zur Verfügung stellen und beruft sich dabei – da der FVN für den Niederrheinpokal keine Kontingente angibt – auf DFB-Statuten, die sogar nur 10% der Gesamtkapazität vorsehen.

Aufgrund der besonderen Umstände sowie der nicht gegebenen Vergleichbarkeit zu DFB-Pokal-Spielen mit mehreren Zehntausend Zuschauern bemüht sich der 1. FC Bocholt in engem Austausch mit dem Fußballverband Niederrhein und 1. FC Kleve um ein deutlich höheres Gast-Kontingent. Der Verein bittet die Klever, den Anhängern des FCB ein Drittel der Karten – also 100 Tickets – zur Verfügung zu stellen. „Dieses Spiel hätte mehrere Tausend Zuschauer verdient, was aber angesichts der Pandemie völlig zu Recht utopisch ist. Aber wir wollen es möglichst vielen unserer Fans ermöglichen, die Partie live im Stadion zu verfolgen“, sagt Pressesprecher Benjamin Kappelhoff. Er korrigiert zudem die etwas missverständliche Darstellung des Bocholter-Borkener Volksblatts (BBV), wonach Tickets zunächst an Vorstand und Sponsoren gingen. 

Kappelhoff: „Diese Interpretation ist natürlich Unsinn. Unsere Fans, die die Mannschaft schon bei den letzten Gastspielen in Kleve großartig nach vorne gepeitscht haben, werden bei der Vergabe höchste Priorität haben, so dass auch der mit Abstand größte Teil des wie auch immer gestalteten Kontingents an unsere treuesten Anhänger gehen wird.“  

Im Laufe dieser Woche soll eine Videokonferenz zwischen Verantwortlichen des 1. FC Kleve und des 1. FC Bocholt Klarheit bringen. Nicht ausgeschlossen ist indes auch, dass die Kapazitäten bei Sportveranstaltungen mit der am 11. August auslaufenden Corona-Verordnung noch einmal angepasst werden.