Leistungsklasse

- Sonntag, 22.04.2018 21:04 Uhr | Lesedauer: 3 Minuten

FC-U17 gewinnt Derby

Zur Erinnerung: Das Hinspiel zwischen den U17-Junioren des VfL Rhede und denen des 1. FC Bocholt hatte Ende September hohe Wellen geschlagen, nachdem sich die VfL-Verantwortlichen seinerzeit dazu entschieden hatten, den Evergreen trotz bester äußerer Rahmenbedingungen und einem zur Verfügung stehenden Kunstrasenplatzes lieber auf Asche auszutragen. Der gewöhnungsbedürftige Plan der Rhedenser ging auf: Am Ende eines hitzigen und kampfbetonten Spiels mit vielen Zweikämpfen und wenig Fußball durften sie schließlich über einen harterkämpften und nicht einmal unverdienten Sieg freuen, der das Ende einer 13monatigen Siegesserie der Schwatten auf Kreisebene bedeutete.

Sieben Monate später stand am vergangenen Mittwoch nun das Rückspiel auf dem Geländer der Stölting-Arena statt. Die Vorzeichen für beide Teams waren klar: Mit einem Sieg würde das seit der Derby-Niederlage aus dem September ungeschlagene FC-Team von Niko Laukötter und Jens Hölscher eine Vorentscheidung im Titelrennen herbeiführen, während die Gäste aus Rhede ihrerseits nur bei einem Sieg am Hünting noch einmal zaghaft davon hätten träumen dürfen, noch in den Kampf um die Meisterschaft einzusteigen.

Dass es höchstwahrscheinlich jedoch nicht so kommen würde, zeigten bereits die ersten Spielminuten, die die Schwatten hochüberlegen angingen, zunächst jedoch versäumten, aus der klaren fußballerischen Überlegenheit zählbares zu machen. „Auch, wenn es kein Feuerwerk an Hochkarätern war, hatten wir das Spiel zu jeder Zeit unter Kontrolle“, so FC-Coach Niko Laukötter, der mit dem Auftritt seines Teams im ersten Durchgang nicht unzufrieden war: „Klammert man die fehlenden Tore aus, war das in Sachen Struktur und Spielanlage schon okay. Wir hatten eine gute Balance im Spiel und einen spielerischen Ansatz, so dass es für die zweite Halbzeit galt, hieran anzuknüpfen und nicht die Geduld gegen einen defensiv eingestellten und teils destruktiv agierenden Gegner zu verlieren.“

Belohnt wurden das Laukötter-Team für diese Geduld schließlich nach dem Seitenwechsel, als Taric Boland mit seinem 25.Saisontor fulminant aus fast 30 Metern Torentfernung zur Führung einschoss (49.). Wer nun allerdings dachte, dass die Gäste ihren strikten Defensivverbund lockern würden, um ihrerseite etwas für das Spiel zu tun, sah sich getäuscht: Sofern überhaupt etwas produktives von Seiten des VfL für die Offensive getan wurde, geschah dieses durch weit geschlagene Bälle aus der Viererkette heraus oder durch Standardsituationen. Laukötter: „Insgesamt haben wir im zweiten Durchgang die eine oder andere Standardsituation zu viel zugelassen, aber sicher gestanden. Eine echte Gefahr für unser Tor ist so nicht aufgekommen.“

Folglich stellte der schön herausgespielte und von Innenverteidiger Lary Terhardt klasse eingeleitete Treffer von Jan Heinz nach einer knappen Stunde Spielzeit dann auch schon etwas mehr als eine Vorentscheidung dar (63.). „Obwohl wir alles im Griff hatten, ist ein 1:0 natürlich immer auch ein Stück weit gefährlich, weshalb wir diesen Treffer sehr gut brauchen konnten“, so Laukötter, dessen Team die Partie gegen harmlose Gäste in der Folgezeit eher verwaltete, jedoch dennoch zu guten Möglichkeiten kam, um das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. Die beste dieser Möglichkeiten vergab Rechtsaußen Tom-Luka Wanders eine Viertelstunde vor dem Ende, als er das Spielgerät aus zwei Metern nicht im verwaisten Gästetor unterbringen konnte.

Durch den vierzehnten Sieg in Folge konnte das FC-Team seine Führungsposition in der B-Junioren-Leistungsklasse ausbauen und distanzierte die Konkurrenz von der DJK SF 97/30 Lowick auf sechs und die des VfL Rhede auf sieben Punkte. Bei noch drei ausstehenden Partien ist den Schwatten die Meisterschaft und die damit verbundene Teilnahme an den Qualifikationsspielen somit kaum noch zu nehmen.

„Ich glaube, dass wir sehr verdient gewonnen haben. Auch, wenn das hier heute kein Klassenunterschied war, so war es doch zumindest ein deutlicher Leistungsunterschied, bei dem das Ergebnis höher hätte ausfallen können, ja sogar müssen“, fasste ein zufriedener FC-Coach Niko Laukötter zusammen.