Interview

- Samstag, 24.04.2021 19:04 Uhr | Lesedauer: 1 Minute

11FREUNDE: "Tim hat lieber FIFA gespielt"

Die in Deutschland ziemlich einzigartige Geschichte vom kleinen Bruder, der Trainer des älteren Bruders ist, schlägt nicht erst seit gestern auch überregional Wellen. Bereits zu seinem Amtsantritt berichtete die Sportschau online über unseren Cheftrainer Jan und seinen Bruder und Kapitän Tim Winking. Nun hat das Fußball-Magazin „11FREUNDE“ dem „Brüderpaar, das mit vertauschten Rollen die Oberliga Niederrhein aufmischt“ eine Doppelseite gewidmet und die beiden interviewt. Wir freuen uns, euch kurze Auszüge anbieten zu können. Das gesamte Interview findet ihr in der neuesten Ausgabe 05/2021 der 11FREUNDE, die ihr ab sofort beim Zeitschriftenhändler findet.


11FREUNDE: Hand aufs Herz, hat sich der Kleine schon früher auf dem Bolzplatz als Chef aufgespielt?

Tim: Da noch nicht. Das kam später.

Jan: Was ich aber ganz bezeichnend finde: Tim hat lieber FIFA gespielt und ich Fußball-Manager.

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11FREUNDE: Kann die Konstellation im Verein nicht auch belastend für die Bruderbeziehung sein?

Tim: Wenn wir die ersten drei, vier Spiele verloren hätten, dann hätten vielleicht manche gesagt: „Ist nicht so toll mit deinem Bruder". Aber wir haben von Anfang an nur gewonnen.


11FREUNDE: Kein Thema im Mannschaftskreis, dass der Kapitän der große Bruder des Trainers ist?

Tim: Wenn, dann hinter meinem Rücken. (Lacht.) Jan, nimm es mir nicht übel, aber natürlich gibt es Insiderwitze über den Trainer, etwa über Redewendungen, die du besonders gerne benutzt. Da hänge ich genauso mit drin wie bei vorherigen Trainern auch.

Jan: Ich hab Tim von Anfang an gesagt, dass es auch mal unzufriedene Spieler geben wird die sich über den Trainer auskotzen. Was er und die anderen Spieler besprechen, geht mich nichts an, weil es das Vertrauen belasten würde.

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11FREUNDE: Bocholt war früher sogar mal Zweitligist, zuletzt in der Saison 1980/81. Was ist dort möglich?

Jan: Der Verein soll aufgestellt werden wie ein stabiler Regionalligist. Wir liegen an der holländischen Grenze, von hier muss man weit fahren, um höherklassigen Fußball zu sehen. Die Strahlkraft des Klubs ist groß.