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Foto: Monika Gajdzik

"Regionalliga ist sportlich und wirtschaftlich machbar"

Ludger Triphaus ist bereits seit 2013 Präsident des 1. FC Bocholt. Der ehemalige Kämmerer der Stadt Bocholt blickt im Gespräch mit der AM BALL auf seine fünfjährige Präsidentschaft zurück und wagt einen Blick in die Zukunft. Außerdem verrät er, wieso er der festen Überzeugung ist, dass der 1. FC Bocholt das Zeug für die Regionalliga West hat. 

AM BALL: Ludger, die 1. Mannschaft hat einen tollen Saisonstart hingelegt und findet sich in den Top 4 der Oberliga Niederrhein wieder. Überrascht dich das?

Ludger Triphaus: "Nein, das überrascht mich nicht. Erstens, weil es unser Anspruch sein muss, oben mitzuspielen. Zweitens, weil wir uns alle große Mühen gegeben haben, sportliche Leitung und Vorstand, neue Spieler zielgerichtet zu verpflichten. Und drittens sind die Jungs von der Einstellung so gut drauf, dass sie sich dafür aktuell gut belohnen."

Bei den Auswärtsspielen in Kleve und in Homberg waren mehrere Hundert Bocholter mit vor Ort und sorgten ebenso wie beim Heimspiel im Pokal gegen Wuppertal für eine tolle Kulisse. Was bedeutet das für dich als Präsident? 

"Der Zuschauerzuspruch bedeutet zunächst einmal, dass die gute Arbeit honoriert wird. Und damit meine ich die Arbeit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des 1. FC Bocholt, den ich ja nur als Präsident repräsentiere. Ich finde, das alles ist Ausdruck großer Wertschätzung und empfinde das als sehr motivierend – auch und besonders natürlich für die Mannschaft."

Sollte die Mannschaft so weiterspielen, erhält die Sportliche Leitung dann grünes Licht, im Winter personell nachzulegen? 

"Ja, wenn die sportliche Leitung das für erforderlich hält auf jeden Fall."

Das Ziel von uns muss es immer sein, in der höchstmöglichen Liga zu spielen, die finanziell und organisatorisch möglich ist.

Stellen wir uns vor, das Team ist auch im Februar/März 2019 noch ganz oben mit dabei. Wird der 1. FC Bocholt dann die Lizenz für die Regionalliga West beantragen? 

"Definitiv, wir spielen ja nicht dafür, um nur die Klasse zu halten. Das Ziel von uns muss es immer sein, in der höchstmöglichen Liga zu spielen, die finanziell und organisatorisch möglich ist. Der Schritt in die Regionalliga West ist für uns sportlich und wirtschaftlich nicht nur machbar, sondern auch unbedingt erforderlich."

2015 wurde dem 1. FC Bocholt die Lizenz verweigert, auch wenn das aufgrund des sportlichen Abschneidens am Ende nicht entscheidend war. Was stimmt dich zuverlässig, dass es dann klappt? 

"Wir haben die Infrastruktur bereits verbessern können und werden diese Maßnahmen zeitnah auch ausbauen. So werden wir in naher Zukunft auch für eine Fantrennung durch einen separaten Gästebereich sorgen. Das war ja damals der Hauptaspekt bei der verweigerten Lizenzvergabe 2015. Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam mit der Stadt Bocholt die infrastrukturellen Voraussetzungen schaffen können. Wirtschaftlich gab es damals bereits keine Beanstandungen – und die wird es auch diesmal nicht geben. Davon bin ich überzeugt. Wir werden versuchen, das Ganze mit unseren bisherigen Sponsoren und durch die Akquise neuer Partner zu packen. Das alles ist für uns ein Muss – da kommen wir nicht dran vorbei."

Wie sieht es in Sachen Tribünenbau aus? 

"Wir haben ganz aktuell einige Gespräche mit möglichen Kreditgebern geführt, die mich zuversichtlich stimmen. Ich gehe davon aus, dass wir die Tribüne im nächsten Jahr wirklich realisiert bekommen."

Das ganze Interview mit weiteren Details zur Zusammenarbeit mit der Stadt Bocholt, die Entwicklung der Reserve-Teams und der Jugend und dem Lizenz-Antrag für die Regionalliga gibt es in der aktuellen Ausgabe der AM BALL, die bereits per Post an alle Mitglieder des Vereins verschickt wurde. Nicht-Mitglieder können die AM BALL bei den kommenden Heimspielen in der Oberliga zum Preis von 1€ erwerben.