0:6 - 1. FC chancenlos

vom 13.11.2011 Foto: Benjamin LenzChancenlos. So lässt sich die Auswärtspartie des 1. FC Bocholt am Sonntagnachmittag bei der Reserve des Wuppertaler SV Borussia am besten beschreiben. Am Ende stand ein auch in der Höhe verdienter 6:0 (2:0)-Sieg für die von drei Regionalliga-Spielern verstärkte Heimelf vom "Gelben Sprung" gegen personell arg gebeutelte FCer, die nur einen Feldspieler auf der Ersatzbank zur Verfügung hatten.

Von Beginn an ließen die Gastgeber den Ball leichtfüßig und kombinationssicher durch die eigenen Reihen laufen und den Bocholter Gästen quasi keine Chance. Die aufgrund des Bennies-Abgangs (siehe extra Newsbericht) und des verletzten Versteegens neu formierte Abwehrformation um die Innenverteidiger Eul/Lange sowie die Außenverteidiger Rathofer/Körperich geriet das ein ums andere Mal in höchste Not, vor allem in der 8. Minute, als der WSV eine Riesen-Kopfballchance genau in die Arme von Tobi Ladermann setzte. Man muss schon sagen "erst" in der 16. Spielminute fiel dann der Führungstreffer der Gastgeber durch Kastrati, als der Wuppertaler Außenverteidiger unbedrängt in den Sechzehner flanken und der Regionalliga-Angreifer zum 1:0 einköpfen konnte. Die Wuppertaler spielten weiter Katz und Maus mit den Bocholtern und kreierten eine Großchance nach der anderen, allerdings klingelte es erst eine halbe Stunde später wieder im Kasten von Ladermann, als Pasiov eiskalt alleine auf Tobi zulaufend zum 2:0 einschob (37.). Zwischenzeitlich hatte Milan Dehnen in der 32. Minute eine gute Freistoßchance aus aussichtsreicher Position, setzte den Ball aber zwei Meter über den Kasten - es war der einzige Torschuss der Bocholter im gesamten Spiel. Da Zimmermann und Ünal weitere große Gelegenheiten der Gastgeber vergaben und der WSV II zu wenig Zählbares aus seiner totalen Dominanz machte, ging es mit einem recht knappen 0:2-Halbzeitrückstand des 1. FC in die Kabinen.

Die Wuppertaler schienen auf eine schnelle Entscheidung aus und nutzten gleich den zweiten Torschuss der zweiten Halbzeit zum vorentscheidenden 3:0 (50.). Gümüstas zieht aus 22 Metern freistehend ab und lässt Ladermann bei seinem Schuss in den Winkel keinerlei Chance. Spätestens jetzt war es mehr als ein Klassenunterschied, den die rund 200 Zuschauer im Stadion "Am Gelben Sprung" zu sehen bekamen. Der WSV besaß rund 85% Ballbesitz und strahlte eine Kombinationssicherheit aus, die der 1. FC in den letzten zwei Spielzeiten Niederrheinliga-Zugehörigkeit so noch nicht erlebt hat. Folgerichtig kamen die Gastgeber durch zwei weitere Treffer von Pasiov und ein klasse Tor von Aseda zu einem am Ende auch in der Höhe nicht mehr überraschenden 6:0-Sieg, an dem das Team von Coach Peter Radojewski zu keinem Zeitpunkt des Spiels Zweifel ließ. Erst gegen Ende der Partie und nach dem sechsten und letzten Treffer schalteten die Gastgeber einen Gang herunter und münzten ihre Feldüberlegenheit in keine großen Chancen mehr um.

Die Elf von FC-Spielertrainer Sebastian Eul war am heutigen Sonntagnachmittag einfach völlig überfordert gegen den Niederrheinliga-/Regionalliga-Mix aus Wuppertal und besaß in der Personal-Situation nicht den Hauch einer Chance, etwas Zählbares vom Gelben Sprung mit nach Hause zu nehmen.

„Es muss viel passieren, dass wir den Abwärtstrend auffangen“, sagte FCB-Spielertrainer Sebastian Eul den Kollegen der RevierSport, "aber erstmal warten wir darauf, dass alle wieder fit werden."

Durch die dritte hohe Niederlage im dritten Spiel rutscht der 1. FC Bocholt auf Rang 11 der Niederrheinliga-Tabelle ab und besitzt mittlerweile nur noch zwei Zähler Vorsprung auf den am Ende den Abstieg bedeutenden Tabellenplatz 14, den momentan der SV Straelen innehat.




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eingetragen von: Benjamin Kappelhoff