Rumpfelf geht im Pokal baden

vom 14.08.2011 Foto: Benjamin LenzDer 1. FC Bocholt hat im ersten Pflichtspiel der Saison eine böse Klatsche bekommen. Das Pokalspiel  beim Landesligisten Viktoria Buchholz endete mit 1:5 (0:2). Ohne die verletzten Tobias Ladermann, Thorben Versteegen, Christoph Methling, Florian Splitthoff, Nico Andreadakis, Björn Bennies, Milan Dehnen und Christian Gurny fehlte der Eul-Elf vorne die Durchschlagkraft und hinten die nötige Stabilität.

Aufgrund der personellen Probleme schickte Spielertrainer Sebastian Eul  mit Keeper Julian Heise,  Niklas Enck und Luca Müller gleich drei aktuelle A-Jugendspieler in der Startformation auf den Ascheplatz in Buchholz. Vor allem Julian Heise war sichtlich nervös. Schon nach zwei Minuten konnte er einen harmlosen Ball nicht festhalten und durfte sich beim Buchholzer Spieler bedanken, der das Kunststück fertig brachte, den Ball am leeren Tor vorbeizuschieben. Nur zehn Minuten später sah Heise bei einem aufs Tor gezogenen Freistoß aus gut 25 Metern wieder schlecht aus, dieses Mal nutzten die Gastgeber in Person von Thorsten Neulinger den Patzer aber und gingen mit 1:0 in Führung. In der Folge konnte der 1. FC das Spiel beruhigen und kontrollieren, ohne aber selbst zu klaren Chancen zu kommen. Ein Konter für Buchholz, der durch einen unglücklichen Abpraller eingeleitet wurde, führte nach 34 Minuten zum 2:0 für die Viktoria.  Sebastian Eul hätte beinahe direkt geantwortet, sein Freistoß klatschte aber nur an den Pfosten. Kurz darauf hätte es aber noch schlimmer können, Julian Heise verhinderte glücklicherweise mit einer Glanztat den vorzeitigen K.O..

Zehn Minuten nach der Halbzeit keimte sogar noch einmal Hoffnung im FC-Lager auf. Giovanni Vaccarello erzielte nach schönem Konter den Anschlusstreffer. Nur sieben Minuten später war der alte Abstand allerdings schon wieder hergestellt. Erneut landet ein Abpraller genau im Lauf eines Buchholzer Spielers, der eiskalt zum 3:1 vollendet.  Ein toller Freistoß genau in den Winkel (70.) und ein Abwehrfehler nach einer Ecke (82.) ließen die Niederlage dann zum Debakel werden.

Insgesamt wurde heute deutlich, dass unsere blutjunge Truppe die Ausfälle von sieben potentiellen Stammspielern nicht ohne Weiteres verkraften kann. Einsatz und Kampf kann man der Mannschaft  aber trotz der (zu) klaren Niederlage nicht absprechen.
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eingetragen von: Marcel Bielefeld