Bennies-Doppelschlag dreht das Spiel

vom 13.03.2011 Foto: Benjamin LenzEinen ganz, ganz wichtigen Sieg landete unsere 1. Mannschaft heute Nachmittag beim Auswärtsspiel in Wuppertal.
Nach einem unglücklichen 0:1-Rückstand durch einen Elfmeter in der 21. Minute sah man die "Schwatten" schon wieder auf der Verliererstraße.

Doch dank einer tollen Moral und einer Mannschaft, die auf jeder Position den Kampf annahm, schaffte es FC-Kapitän Björn Bennies durch einen Doppelschlag innerhalb von 120 Sekunden das Spiel zu drehen und den wichtigen 2:1-Auswärtserfolg zu sichern.

In der Anfangsphase des Spiels konnten die rund 100 Zuschauer im Stadion "Am gelben Sprung" einen hoch motivierten 1. FC Bocholt sehen, der mit einer ganz anderen Spielfreude zu Werke ging als noch vor Wochenfrist bei der Heimniederlage gegen Straelen. Spielertrainer Sebastian Eul hatte die Startelf umgebaut, statt Christopher Wilting spielte Marc Beckert als linker Verteidiger und für Florian Splitthoff rückte Rolf Kampshoff ins Team.

Marc Beckert setzte dann nach 4 Minuten die erste Torchance leider ziemlich deutlich am rechten Pfosten vorbei. Es dauerte mehr als 10 Minuten bis auch die Hausherren zum ersten Mal gefährlich vor dem Tor auftauchten. Der Kopfball des WSV-Stürmers verfehlte den Kasten von Tobias Ladermann nur knapp.
Weitere drei Minuten später musste der FC-Keeper zum ersten Mal sein ganzes Können zeigen, als er einen Volleyschuss über die Torlatte zur Ecke klären konnte. Die Wuppertaler kamen jetzt besser ins Spiel und so konnte sich Sebastian Eul nach 20 Minuten im Strafraum leider nur mit einem Schubser gegen einen WSV-Stürmer helfen, der den Ball sonst frei aus kurzer Distanz hätte einköpfen können. Schiedsrichter Christian Erbs entschied zurecht auf Elfmeter. Daniel Keita-Ruel ließ sich nicht lange bitten und vollstreckte eiskalt unten links zur 1:0-Führung für den WSV.

Die mitgereisten FC-Fans mussten jetzt die vierte Niederlage in Folge befürchten, doch die Eul-Elf steckte nicht auf, wehrte sich und nahm den Kampf an. Rolf Kampshoff nach 26 Minuten und Nico Andreadakis nach einer halben Stunde hätten den Ausgleich erzielen können.
So ging es also mit einem ärgerlichen 0:1-Rückstand in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel zeigten die Schwatten noch mehr Engagement und gingen bedingungslos in jeden Zweikampf. Nach 57 Minuten setzte Tim Elsinghorst nach einem schönen Angriff das Leder knapp am linken Pfosten vorbei, es roch immer mehr nach einem Tor für die Gäste. Und zwei Minuten später war es dann endlich soweit: Björn Bennies drückte das Leder nach toller Vorarbeit von Elsinghorst im Fallen über die Linie, nachdem er von einem WSV-Abwehrspieler angeschossen wurde.

Und schon mit dem nächsten FC-Angriff klingelte es weitere 2 Minuten später zum zweiten Mal im Kasten von WSV-Torwart Patrick Nettekoven. Wieder war es Kapitän Bennies, der den Ball nach einem Eckball von Andreadakis per Kopf im Tor unterbringen konnte. Der Jubel bei Mannschaft und Fans kannte keine Grenzen, aber es war ja fast noch eine halbe Stunde zu spielen.

Die Wuppertaler waren aber sichtlich geschockt und konnten ihren guten achten Tabellenplatz nie wirklich unter Beweis stellen. Elsinghorst und Bauer waren die nächsten Kandidaten, die sogar für eine 3:1-Führung hätten sorgen können, aber beide Versuche gingen knapp daneben.

In der Schlussphase verflachte die Partie ein wenig, was auch daran lag, dass die FC-Elf jetzt das Tempo rausnahm und den Rhythmus der Wuppertaler durch die Einwechslungen von Splitthoff, Methling und Vaccarello innerhalb von nur 6 Minuten stören konnte.

So blieb es beim vielumjubelten 2:1-Auswärtssieg, den Mannschaft und Fans erleichtert mit einer "Humba" feierten.

Der 1. FC Bocholt bleibt zwar auf dem 16. Tabellenplatz der Niederrheinliga, hat jetzt aber nur noch einen Punkt Rückstand auf den VfL Rhede (15.) und die Sportfreunde Baumberg (14.), die heute beide ihre Spiele verloren.

Am kommenden Sonntag ist der Tabellenletzte SC Düsseldorf-West zu Gast am Hünting, gegen den also unbedingt der nächste Dreier nachgelegt werden muss.
Stichwörter:
eingetragen von: Ulrich Hackfort