D-Jugend verteidigt Tabellenspitze
vom 20.11.2010Die C-Jugend des 1. FC absolvierte beim SC Union Nettetal ein Freundschaftsspiel gegen die U14-Junioren und erlangte ein 1:1 (1:0)-Unentschieden. Uli Kleinpaß hatte das Team im ersten Durchgang in Führung geschossen.
Die B-Jugend reiste ebenfalls zu einem Testspiel, und zwar ging es zum Westfalen-Ligisten SV Schermbeck. Dort unterlag die Mannschaft knapp mit 3:4.
Die D1-Jugend des 1. FC Bocholt verteidigte auch am 6. Spieltag der Leistungsklasse die Tabellenführung. Man gewann im Nachholspiel zu Hause gegen die DJK TuS Stenern mit 4:0 (1:0) und geht somit weiter ungeschlagen in das Top-Spiel nächste Woche gegen TuB Bocholt.
Allerdings: Die Leistung am Samstag war alles andere als ansprechend. Vor allem im ersten Durchgang ließen es die in Rot auflaufenden Schwatten an so gut wie allem vermissen, was beim Fußball vonnöten ist - auch gegen den Tabellenletzten! Keine Laufbereitschaft, kein adäquates Zweikampfverhalten und von Kombinationsspiel konnte auf - zugegebenermaßen schwer zu bespielendem, sehr tiefen Rasenplatz - keine Rede sein. Chancen waren entsprechend Mangelware. Die größte Möglichkeit gab es noch direkt nach Anpfiff, als David Schulte den Ball von der Grundlinie gut auf den einschussbereiten Leon Booms ablegte, dieser aber den Ball nicht richtig traf - wer weiß, wie die Partie bei einer frühen Führung geendet hätte. Stattdessen "lullten" sich beide Teams in der Folgezeit ein. Zwar war der 1. FC mit rund 80% Ballbesitz und 7:1-Ecken klar spielbestimmend, doch es fehlte einfach der letzte Biss die entscheidenden Situationen zum Abschluss zu bringen. Symptomatisch waren zwei Eckbälle, bei denen der Ball in aller Seelenruhe einen Meter vor der Linie herrollt, aber kein einziger (!) FC-Akteur auch nur ansatzweise Anstalten machte, zum Ball zu gehen und ihn ins Tor zu befördern. So war es ein Distanzschuss von Philipp Divis, der in der 28. Minute die 1:0-Führung für den 1. FC Bocholt brachte. In Anbetracht der Spielanteile natürlich hoch verdient, wenn man jedoch betrachtet was die Hausherren dafür investierten, nicht gerecht.
Erst nach entsprechender Ansprache zur Pause und einigen Wechseln sollte sich das Geschehen auf dem Platz zumindest verbessern. Der 1. FC agierte nun endlich mit breiterer Brust und zeigte so etwas wie Kurzpass- und Kombinationsspiel. Resultat waren endlich Torchancen in Hülle und Fülle - so, wie man es von einem Tabellenführer erwarten dürfte. Dennoch war es, da der Stenerner Keeper wie schon im Pokal eine starke Leistung zeigte, einmal mehr ein Distanzschuss, der für das 2:0 sorgte. Joel Wissen fasste sich endlich mal ein Herz und netzte in der 42. Minute aus rund 15 Metern ein. In der Folgezeit hatte der 1. FC seine beste Phase und machte das Spiel endlich breit genug, um die kompakt stehenden Stenerner auseinanderzuziehen. Folge waren Angriffe über die Grundlinie in des Gegners Rücken, die aber allesamt nicht den direkten Weg ins Tor fanden, sondern entweder vom Stenerner Keeper oder Abwehrspielern geblockt wurden. Dies führte aber zu vielen Eckstößen, bei denen der 1. FC bekanntermaßen seine Stärken hat. Dementsprechend waren es auch zwei von Philipp Divis getretene Eckbälle, die zum Endstand führten. In der 45. Minute köpft Maik Biermann den Ball zum 3:0 über die Linie, der Keeper kommt zwar noch hinter den Ball und fischt ihn heraus, aber war dieser schon definitiv hinter der Torlinie, so dass David Schultes Nachschuss nicht torentscheidend war. Der heute gut spielende Oliver Derksen verwertete in der 56. Minute eine scharfe Ecke erneut von Divis ebenfalls per Kopf zum 4:0-Endstand, der in der Gesamtbetrachtung des Spiels so auch in Ordnung geht. Letztlich wäre sogar ein deutlich höherer Sieg möglich gewesen, doch der gegenerische Torhüter - insbesondere in der 49. Minute als er drei Mal (!) hintereinander toll parierte - und zum Teil eigenes Unvermögen ließen dies nicht zu.
Dennoch muss sich das Team in der kommenden Woche im Spitzenspiel gegen TuB Bocholt wieder von einer ganz anderen Seite zeigen, um Zählbares aus den Hagensweiden mitzunehmen.
eingetragen von: Benjamin Kappelhoff



