1:3-Niederlage beim Mitaufsteiger
vom 20.11.2010Nach dem 2:1-Sieg vor 14 Tagen beim VfR Fischeln war endlich wieder ein wenig Optimismus bei den "Schwatten" zu spüren gewesen und man hatte sich für das Gastspiel beim Mitaufsteiger SV Sonsbeck viel vorgenommen: hinten sicher stehen, das Spiel machen und vorne mit dem neuen Sturmduo Bennies/Elsinghorst die Tore erzielen und vielleicht mit einem Sieg eine kleine Serie starten.
Leider blieb es am Samstag auf dem Kunstrasenplatz an der Balberger Straße bei diesen guten Vorsätzen, denn zu keiner Phase des Spiels war das Team um Spielertrainer Sebastian Eul in der Lage, die Versprechen einzulösen. Dabei ging es zunächst sehr vielversprechend los, als Pascal Eilhardt nach 2 Minuten einfach mal Mass nahm und der Ball an die Latte des Sonsbecker Gehäuses krachte. Nach diesem tollen Auftakt konnten die Bocholter aber zunächst keine Akzente mehr setzen und so war es dann der bärenstarke Danny Rankl, der nach 16 Minuten die erste Großchance der Hausherren vergab, als er von der linken Außenbahn mustergültig bedient wurde und ganz knapp am Tor vorbei köpfte.
Mohamed Misselmani hatte zuvor unnötig den Ball im Mittelfeld verloren und wurde ein ums andere Mal von den SVS-Stürmern schwindelig gespielt.
Immer wieder setzten sich die Sonsbecker auf der rechten Bocholter Abwehrseite durch und nach diesem Muster fiel dann auch das 1:0 in der 26. Spielminute: der Ball wurde wieder von links hereingeflankt, wo Rankl zum Kopfball hochstieg und knapp vor dem herausgelaufenen Tobi Ladermann an das Leder kam und per Kopf vollendete. Zwar wurde der FC-Torhüter bei dieser Aktion behindert, aber Schiedsrichter Tim Brüster ließ wohl zurecht weiterlaufen, da die Aktion außerhalb des Fünfmeterraumes stattfand.
Team-Chef Heiner Essingholt sah dies allerdings anders: "Tobi Ladermann wurde klar angegangen. Das Tor hätte nicht zählen dürfen."
Der Schock war den FC-Spielern deutlich anzumerken und so waren die Sonsbecker für den Rest der 1. Hälfte klar die spielbestimmende Mannschaft.
Direkt vor dem Pausenpfiff prallten Sebastian Eul und Danny Rankl dann noch bei einem Kopfballduell zusammen, was leider zu Beginn der 2. Hälfte dazu führte, dass "Eule" aufgeben musste und zum ersten Mal in der laufenden Saison nicht bis zum Schluß durchspielen konnte.
Doch zunächst keimte bei den mitgereisten Bocholter Fans - die von einem unverhältnismäßig massiven Polizeiaufgebot "betreut" wurden - nach dem Seitenwechsel wieder etwas Hoffnung auf: Olli Kottwitz ließ einen SVS-Abwehrspieler schön aussteigen und Björn Bennies verwertete die Flanke mit dem linken Fuss ganz trocken ins lange Eck. SVS-Torwart André Engels hatte zwar noch die Fingerspitzen dran, konnte den 1:1-Ausgleich aber nicht verhindern.
Fünf Minuten nach dem Treffer kam es durch die verletzungsbedingte Auswechslung von Eul aber endgültig zum Bruch im Spiel der Schwatten und so war es Sonsbecks Daniel Müller, der nach 66 Minuten eine Flanke - natürlich wieder von links - zum vielumjubelten 2:1 an Ladermann vorbei in die Maschen setzte. Da hatte sich die FC-Abwehr ganz leicht mit einem Doppelpaß ausspielen lassen, auch wenn es bei Müllers Treffer schon recht stark nach Abseits roch.
Weitere 3 Minuten später war der Drops dann auch schon fast gelutscht, als Charlier sich durch einen Schubser gegen einen SVS-Stürmer an der Strafraumgrenze die gelb/rote-Karte abholte und seine Mannschaft dadurch unnötig in ein 20minütiges Spiel in Unterzahl zwang.
Auch der in der 76. Minute eingewechselte Gianni Vaccarello konnte beim Spiel "10 gegen 11" keine Torchance mehr erarbeiten und hing, wie seine Sturmpartner Elsinghorst und Bennies, meist "in der Luft".
Lediglich ein Schuss von Adin Alagic in der 80. Minute strich knapp am Pfosten vorbei.
So war der Treffer des ebenfalls eingewechselten Georg Plachta kurz vor dem Schlusspfiff zum 3:1-Endstand eigentlich nur noch eine Randnotiz aus Bocholter Sicht.
Unsere 1. Mannschaft steckt damit leider zunächst wieder tief im Tabellenkeller der Niederrheinliga fest und muss in den nächsten Wochen gegen "ganz dicke Brocken" wie Jahn Hiesfeld, TuRU Düsseldorf und Ratingen antreten.
Außerdem hoffen wir, dass Sebastian Eul nicht ausfällt, der nach dem Zusammenstoss mit Rankl über Schwindel und Übelkeit klagte und demnach wohl eine leichte Gehirnerschütterung davongetragen hat.
Am Montag wird beim FC-Spielertrainer das Jochbein geröntgt, um hier Klarheit zu erhalten.




