3:3 - Grandioser Kampf nicht belohnt!

vom 23.08.2009 Foto: Benjamin LenzDer beste Mann auf dem Platz war nach Abpfiff wohl auch der traurigste. Wie ein Häufchen Elend saß Giovanni Vaccarello auf dem Platz, als das 3:3 (2:1) gegen den 1. FC Kleve II feststand. Geschätzte acht Mal stand der kleine Italiener, der die Gästeabwehr fast nach Belieben durcheinander wirbelte, frei vorm Keeper der Klever Reserve, aber nur ein Mal brachte er den Ball im Gehäuse unter.

Es war mal wieder ein typisches FC-Spiel vor rund 500 Zuschauern am Hünting. Keine drei Minuten waren gespielt, da zappelte der Ball schon im Netz von Tobias Ladermann. Christian Klunder, eine der zahlreichen Leihgaben aus dem Klever Oberligakader, nutzte ein Missverständnis in der FC-Abwehr gnadenlos aus. Die Bugla-Elf zeigte sich aber keinesfalls geschockt und glich nur wenige Ziegerumdrehungen später durch den bärenstarken Björn Bennies aus. Nach 14 Minuten brachte Adin Alagic die Schwatten per Kopf sogar in Führung und alles schien für ein wahres Fußballfest gerichtet. Die Bocholter kombinierten schnell nach vorne und beherrschten das Spiel fast nach Belieben. Dieser Zustand wurde dann durch Schiedsrichter Altan Üstündag jäh beendet. Nach seinem zweiten eher harmlosen Foul schickte der schlechte Unparteiische Christoph Mehtling mit gelb-rot vom Platz. Danach kamen die Gäste etwas besser ins Spiel, die klareren Torchancen hatte aber weiter der 1. FC aus Bocholt. „Gianni“ Vaccarello konnte es selbst nicht fassen, welche Chancen er da liegen ließ, nicht mal das leere Tor wollte er aus 4 Metern noch treffen. Und so ging es mit einem Mann weniger und drei bis vier Toren zu wenig in die Pause.

Unmittelbar nach Wiederanpfiff schien Vaccarello dann doch noch zum Matchwinner zu werden. Nach einem Pass in die Tiefe umkurvte er die versammelte Klever Hintermannschaft und schloss zum 3:1 ab. Jetzt war der Sieg trotz Unterzahl und fünf Oberliga-Spielern in der Klever Elf greifbar. Den Gästen fiel nicht mehr wirklich viel ein und vorne lauerte „Gianni“ immer auf den vierten Treffer. Dass es am Ende doch nur zum Remis reichte, lag neben der Abschlussschwäche des FC-Ein-Mann-Sturms vor allem an Christian Klunder. Der nutzte eiskalt die beiden Chancen, die sich den Klevern gegen die aufopferungsvolle FC-Mannschaft noch ergaben. Aber auch Schiedsrichter Üstündag hielt das 3:3 offenbar für ein gutes Ergebnis. Als Björn Bennies in der Nachspielzeit nämlich im Klever Strafraum geradezu umgetreten wurde, entschied er auf weiterspielen, eine klare Fehlentscheidung. Genau wie schon in der ersten Halbzeit nach einem klaren Foul an Vaccarello, als der Schiri statt auf Elfmeter auf einen nicht existenten Vorteil entschied.

Aufstellung: Ladermann – Middelkamp, Eul, Charlier – Methling, Kampshoff, Bauer (Hahn 71.), Andreadakis, Bennies, Alagic (Berg, 45.), Vaccarello (Eilhardt, 86.)

Tore:

0:1 Klunder
1:1 Bennies
2:1 Alagic
3:1 Vaccarello
3:2 Klunder
3:3 Klunder
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