3:2! Auch das letzte Spiel 2010 gewonnen
vom 29.05.2010 Auch das letzte Meisterschaftsspiel in 2010 gewann die D1-Jugend des 1. FC Bocholt am Samstag und weist damit in der Rückrunde eine blitzsaubere Weste vor: 10 Spiele, 10 Siege, 25:2-Tore. Dabei war das heutige Meisterschaftsspiel gegen TuB Mussum, das man am Ende durch Treffer von Elfadin Maksuti, Kai Ridder und Fabian Brähler verdient für sich entschied, nicht mehr als der erwartete fade Sommerkick, bei dem es um nichts mehr ging. Durch einige Unkonzentriertheiten in der Defensive machte sich die FC-D1 durch die beiden Anschluss-Gegentreffer zum 1:2 und 2:3 unnötigerweise die herausragende Bilanz in Sachen Gegentoren etwas zunichte, auch wenn die mit insgesamt nur sechs gegnerischen Toren immer noch rekordverdächtig ist.Das Spiel begann seitens des 1. FC vielversprechend: Die Hausherren hatten den Gast aus Mussum gut unter Kontrolle und gingen, nachdem Minuten zuvor Marius Storm nach guter Vorarbeit von Yalcin Salur eine Riesenchance vergab, in der 12. Spielminute auch verdient in Führung. Elfadin Maksutis Flugkopfball kann der gegnerische Torhüter noch klären, ehe Elfadin den Ball an den Rücken bekommt und der Ball ins Tor kullert. Das 2:0 durch einen wuchtigen Schuss von Kai Ridder fiel in Minute 24. Im Anschluss hieran ließ der 1. FC die Mussumer immer mehr gewähren, vor allem aber bei Kontern waren die Blauen stets gefährlich und besaßen die ein oder andere dicke Tormöglichkeit, von denen eine ein gegnerischer Stürmer nach perfekt ausgespieltem Konter nach Fehler im Spielaufbau zum - sicherlich verdienten - 1:2-Anschlusstreffer nutzen konnte und es anschließend in die Halbzeitpause ging. Im zweiten Durchgang plätscherte die Partie mehr und mehr vor sich hin und beide Teams schienen Kräfte sparen zu wollen - auch wenn man sich am letzten Saisonspieltag fragen sollte, wofür. Das 3:1 durch Fabian Brähler nach guter Kombination mit Kai Ridder dann in der 44. Spielminute, ehe wenige Zeigerumdrehungen später nach dicken Patzer der FC-Hintermannschaft durch einen platzierten Schuss aus 14 Metern das 3:2 fiel, das auch Endstand war. Die Luft im Spiel war einfach raus und man merkte gerade gegen Spielende, dass es um nichts mehr ging als die Komplettierung des Spieltags. Das Endergebnis sicherlich in der Höhe verdient und beiden Teams sei verziehen, dass man nicht mehr allzu viel in die Partie investierte. Umso schöner, dass beide Mannschaften sich nach Spielende noch zusammen am FC-Kiosk einen "Drink" gönnten und so nicht nur das viel zitierte "Spiel um die goldene Ananas", sondern auch die gesamte Saison ausklingen ließen.
Die D1-Jugend des 1. FC somit also am Ende mit 52 Zählern fünf Punkte vor dem Zweitplatzierten und über lange Phasen der Saison Top-Favoriten TuB Bocholt. Während die Jungs von den Hagensweiden, die vor der Saison niemand auf dem Zettel hatte und die eine tolle Saison und vor allem herausragende Hinrunde ablieferten, die beste Offensive (70 Tore) vor dem 1. FC (49 Tore) stellten, konnten die "Schwatten" am Ende die mit Abstand beste Defensiv-Statistik mit 6 Gegentreffern vorweisen (vor TuB mit 12 Gegentoren). Entscheidend für die für die Elf vom Hünting eingefahrene Meisterschaft war sicherlich die hervorragende Rückrunde, in der man sich keine Blöße gab und vor allem sämtliche "Big Points" gegen die Top 5-Teams auf beeindruckende Weise sammelte - 6:0 gegen PSV, 3:0 bei TuB, 1:0 gegen Rhede, 3:0 bei Borussia. Einziger Wehrmutstropfen der starken Rückserie war definitiv die mangelhafte Chancenauswertung in den vermeintlich leichteren Spielen gegen im unteren Tabellendrittel platzierte Mannschaften, in denen man gut und gerne 15 Treffer liegen ließ und oft im Ergebnis nur "knapp" gewann.
Doch Statistiken hin oder her: Entscheidend im Jugendfußball ist und bleibt die Ausbildung und Entwicklung der Spieler - auch wenn so mancher das nicht verstehen mag.
In diesem Sinne noch einmal Glückwunsch an unsere Spieler für die gute Saisonleistung und für ein, in den meisten Fällen sogar zwei tolle Jahre mit euch! Glückwunsch aber auch an die Konkurrenz aus den Hagensweiden, aus Wesel, Rhede aber auch Mussum und Borussia, die allesamt mit dafür sorgten, dass diese Leistungsklassen-Saison lange Zeit so ausgeglichen war wie ewig nicht mehr.



