Miserable Leistung bei 2:0-Sieg in Dingden

vom 13.03.2010 Einen mehr als glanzlosen 2:0-Sieg fuhr die D1 des 1. FC Bocholt am Samstagnachmittag beim Tabellenletzten BW Dingden ein. In einer ganz schwachen Leistungsklassen-Begegnung auf katastrophalem Aschenplatz erzielten Kilian Küppers und Kai Ridder die Tore für die Schwatten.

Dabei begann das Spiel verheißungsvoll: Bereits nach den ersten sechs, sieben Minuten hätte es gut und gerne 1:0 oder gar 2:0 stehen können, nein, müssen, doch ließ man beste Einschussmöglichkeiten fahrlässig und arrogant liegen. Stattdessen verflachte das Offensivspiel des 1. FC von Minute zu Minute. Zwar besaß man einige hochkarätige Torchancen, aber das Gezeigte war alles andere als hübsch anzuschauen. Da die Heimmannschaft der Dingdener im ersten Durchgang zu keinem Schuss auf's Bocholter Tor kam und die Chancenverwertung bei den Bocholtern dem Tabellenstand unwürdig war, ging es mit einem 0:0 in die Pause - wo es laut wurde bzw. werden musste.

Und die deutlichen Worte schienen Wirkung zu zeigen: Bereits nach 20 Sekunden der zweiten Hälfte traf Kilian Küppers nach dem schönsten Offensiv-Angriff des gesamten Spiels zum - natürlich hochverdienten - 1:0. Zwar wurde der 1. FC nun etwas ballsicherer und auch konsequenter im Abschluss, dennoch ließ das Zweikampfverhalten und die generelle Arbeit gegen den Ball sehr zu wünschen übrig. Auch die weiterhin katastrophale Chancenverwertung sowie der heute toll haltende Dingdener Keeper sorgten dafür, dass aber der vorentscheidende zweite Gäste-Treffer nicht fallen wollte. Stattdessen eine dicke Unachtsamkeit bei den Gästen: In eigenem Ballbesitz (!) vertendeln zwei FC-Verteidiger fahrlässig den Ball, den der Dingdener Stürmer prompt auf's Tor schießt. Doch diesen ersten und einzigen Schuss auf das FC-Gehäuse kann Schlussmann Jason Olschewski in letzter Sekunde an den Innenpfosten lenken, so dass der Schock-Ausgleich ausblieb. Diese Szene gut eine Viertelstunde vor Schluss schien den 1. FC aber wachzurütteln. Das Offensiv- und Kombinationsspiel wurde deutlich klarer und kreativer und es war Kai Ridder, der einen schönen Angriff mit einem Halbvolley zum natürlich auch in der Höhe verdienten 2:0 für den 1. FC verwandelte, nachdem wenige Zeigerumdrehungen zuvor Finn Inderfurth auch für den Dingdener Coach klar im Strafraum gefoult wurde, der Pfiff des Schiris aber ausblieb. Nur der Dingender Schlussmann und eine Menge Glück bewahrten die Heimelf von BW Dingden vor einer sechs, sieben Tore hohen Niederlage. Somit blieb es "nur" bei einem 2:0-Erfolg beim Schlusslicht Dingden, die aber aufgrund der kämpferischen Leistung erhobenen Hauptes den Aschenplatz verlassen konnten.

Für die Bocholter war dieses Spiel hoffentlich der nötige Fingerzeig, dass man auch oder gerade beim Tabellenkeller-Kind nicht mal eben "auf einem Bein" gewinnen kann, sondern auch dort die gesamte Leistung abrufen muss. Einige FCer fanden heute in den Zweikämpfen und in der Defensivarbeit gar nicht statt. Dies sollte also eine Lektion sein für die nächsten Spiele gegen Barlo und Biemenhorst, die zwar nicht zu den Top-Teams der Leistungsklasse gehören, mit denen aber zu rechnen sein muss, sollte die FC-Leistung an den Tagen ähnlich sein, wie heute. Im Kopf war man heute vor und während des Spiels anscheinend nur so weit, dass man sich fragte, "wie hoch" der Sieg denn ausfallen würde, nachdem man die Dingdener im Hinspiel mit 10:0 bezwang. Auch wenn die Trainer in der gesamten Trainingswoche, vor dem Spiel und in der Halbzeit eindringlich vor Arroganz und der mangelnden Einstellung und Motivation gewarnt hatten, nahm der 1. FC die Dingdener nämlich heute nicht wirklich ernst genug. Dies hätte sich fast gerächt!

Dennoch gilt es jetzt, sich konzentriert auf die anstehenden Aufgaben zu konzentrieren und auch mal mit solch einem fiesen "Arbeitssieg" zufrieden zu sein. Auch und insbesondere wenn man bedenkt, dass man heute wegen der Abstellung von D1-Leistungsträgern in die C1-Jugend personell gebeutelt war...
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