Knapper, aber hochverdienter 1:0-Sieg auf Biemenhorster Asche
vom 07.11.2009
Als der heute etwas unglücklich agierende Schiedsrichter das Spiel nach fünf (!) Minuten Nachspielzeit endlich Abpfiff, glichen sich die Bilder bei der D1 des 1. FC mit denen von letzter Woche. Die Spieler um die Trainer Benjamin Kappelhoff und Massimo Durzu jubelten über einen hart erkämpften, aber insgesamt hochverdienten und eins, zwei Tore zu niedrig ausgefallenen 1:0-Sieg beim SV Biemenhorst. Nachdem die Stadt Bocholt am Samstagvormittag sämtliche Bocholter Rasenplätze gesperrt hatte, mussten die Schwatten auf einer in ganz schlechtem Zustand und mit zahlreichen dicken Pfützen versehenen Asche ran - und begannen gut. Bereits in der ersten 10 Minuten hätte der 1. FC in Führung gehen können, wenn nicht gar müssen, die dickste Möglichkeit besaß hier Fabi Brähler, der den Ball an den Innenpfosten setzte. Auch danach kontrollierten die Gäste eindeutig die Begegnung, fanden aber zu selten den Abschluss und versuchten allzu oft mit der Brechstange durch die Mitte zu kommen. Die Biemenhorster fanden in der Offensive kaum statt und wenn, dann wurde es nur durch Unzulänglichkeiten und Absprachefehlern in der FC-Defensive etwas brenzliger, ohne aber auch nur annähernd so etwas wie eine Großchance herausspielen zu können. In der Halbzeitkabine nahm sich der Gast vom Hünting sehr viel vor - und dennoch spielte man nun zunächst verunsicherter als im ersten Durchgang. Zwar hatte der SVB auch diesmal keine wirklichen Chancen zu verbuchen, dennoch hakte das Offensivspiel der Bocholter von nun an auf hierfür sicherlich mit-, aber nicht hauptverantwortlichem Geläuf, der indiskutablen Asche. Erst Mitte der zweiten Hälfte schien der Knoten geplatzt zu sein und einige dicke Möglichkeiten wurden fahrlässig vergeben - u.a. kratzte ein Biemenhorster einen FC-Kopfball noch von der Linie. Gerade bei Standardsituationen fehlte oft die letzte Konsequenz und der unbedingte Wille zum Treffer. In der 39. Minute dann wurde Kai-Philipp Ridder im SVB-Strafraum für sämtliche Beobachter klar von hinten umgetreten ohne dass der Ball auch nur ansatzweise gespielt wurde, doch der Elferpiff blieb aus. Doch in Minute 45 war es so weit, Thilo Senteler wird durch einen schönen Steilpass freigespielt, umkurvt den herausstürzenden SVB-Keeper und wird klar gelegt. Elfmeter - eine Sache für Kai Ridder, der auch eiskalt zur hochverdienten 1:0-Führung einnetzte. Der Rest war eigentlich Formsache - zwar besaßen die FCer noch drei, vier ordentliche Torchancen, doch das vorentscheidende 2:0 wollte schlicht nicht fallen, so dass man am Ende auch aufgrund einer nun unfair agierenden und vom Schiri nicht unterbundenen Biemenhorster Mannschaft von einem zufriedenstellenden 1:0-Auswärtssieg sprechen muss. Dennoch: Das Prädikat "gut" hat sich die Leistung der favorisierten Bocholter heute nicht verdient, aber jetzt gilt es sich nach den zwei "schmutzigen" Arbeitssiegen den Mund abzuputzen und in den kommenden Wochen weiter die Hausaufgaben zu erledigen. Denn dann steht man automatisch schneller in obersten Tabellenregionen, als man nach dem zweiten Spieltag vielleicht gedacht hätte.